Wie versprochen der Bericht zu Julias Besuch.NYC in 3 Tagen:
Als Julia mich besuchen kam waren zwei Fakten klar: 1. ich will ihr so viel wie möglich von meinem NY zeigen und 2. die Zeit ist viel, viel zur kurz. Also war Plan, der zumindest in Grundrissen alles abdeckt, was man auf jeden Fall gesehen haben sollte wenn man zum ersten Mal in NYC ist, unabkömmlich. Julia ist am 29.12 von Orlando FL nach NYC hoch geflogen. Sie macht zwar eigentlich Aupair in London, aber sie ist mit ihrer Gastfamilie im Urlaub in Florida gewesen und „wenn man schon mal im Lande ist….”. Nach einigem Hin und Her habe ich sie dann am Flughafen, der knapp eine halbe Stunde von uns ist, abgeholt und wir sind zurück gefahren, denn ich musste noch ein bisschen arbeiten und Julia konnte so noch ein wenig rasten bevor es los ging.
Am 29.12
waren wir pünktlich um 5 am GrandCentral. Von dort aus sind wir mit der Subway erst zum Rockefeller Center gefahren und haben uns Karten fürs Top of the Rock für den nächsten Tag geholt und dann noch kurz den Rockefellerplaza angesehen. Hier gab es die erste Lektion in Sachen „typisch Amerika” :alles was mit dem Wort „Plaza” betitelt wird, also ein Platz ist auf dem noch nichts gebaut wurde und wo keine blind-tauben Taxifahrer herum fahren (im Idealfall zumindest), wird bis auf den letzten Zentimeter mit der Massenware Mensch/Tourist gefüllt. Zu der Zeit in dem Eisbahn und Tannenbaum aufgestellt sind ist es besonders extrem (aber ich habe diesen Platz zu noch keiner Zeit leer erlebt). Anschließend sind wir mit der Sub zum Unionsquare gefahren. Dort haben wir meinen Namen auf die Warteliste vom Schokorestaurant setzen lassen und haben dann auf Sophia gewartet. Zu dritt haben wir einen kurzen Blick in einen der VirginsReckordStores geworfen (und ich hab mir das RaRaRiot Album geholt). Dann Sind wir wieder zum Restaurant und nach 10 Minuten haben wir auch einen Tisch bekommen. Das normale Essen war ok, nicht das allerbeste was ich je hatte aber auch nicht schlecht. Deren Spezialität ist ja auch alles was es mit Schokolade gibt. Das haben wir dann bei unserem Nachtisch gemerkt: Schokoladenpizza-yammie!! Unsere war mit normaler Schokolade statt Tomatensauce, Banane und weißer Schokolade statt Käse. Nach einem Stück waren wir auch gefüllt (leider war Haselnuss in der Schokolade.. mein Mund hat ein bisschen gebrannt und am nächsten Tag musst ich Cremen). Es war ein guter Start- um ca.10 waren wir wieder zu Hause und im Bett.

chocolatepizza
30.12.
Ich musste wieder arbeiten. Julia konnte also ausschlafen und ich hatte Sophia gefragt ob sie Julia morgens schon ein Mal gemütlich durch Little Italy und Chinatown führen kann, was sie auch gerne gemacht hat- Sophia hatte ja auch frei. Ich habe eher frei bekommen und konnte so pünktlich um 4 mit Julia zunächst ins und dann aufs 30Rock gehen. Der Aufstieg ist mit mehreren Aufzügen und einem kleinen, medienlastigen (bietet sich auch an als NBC) Museum. Unsere Zeit war ideal gewählt. Wir hatten ein paar Minuten normales Tageslicht um die City zu sehen und dann den schönsten Sonnenuntergang der Weltgeschichte. Es war zwar klirrend kalt, aber dadurch war die Luft auch kristallklar. Wenn ich NYC nicht vorher schon leben gelernt hätte- spätestens ab dann wär’s um mich geschehen. Ich hab Bilder gemacht, Videos und versucht das alles in mich auf zu saugen. Julia ging es nicht anders, ich bin mir also sicher dass es ihr gefallen hat. Dann wurde es dunkel und wir hatten auch noch New York by night, ein nicht weniger beeindruckender Ausblick. Um 6 sind wir dann wieder runter gefahren. Weiter ging es zur Uper Westside. Dort befindet sich der Comediyclub für den ich schon Karten hatte. Da Sophia noch nicht da war sind wir in ein japanisches Restaurant gegangen und haben sehr, sehr lecker aber auch nicht gerade billig (also Preise gingen noch aber man kann auch für die Hälfte schon gutes Essen bekommen) gegessen.
Der Comedyabend wurde auch etwas teurer als geplant. Es stellte sich heraus dass zu dem 15$ Trinkminimum noch ein Prozentsatz an Service, der schlecht war, aufgeschlagen wird UND man aber trotzdem noch Trinkgeld geben sollte. Da der letzte Witz darum ging dass Europäer glauben 8% sei ein angemessenes Trinkgeld, und die Kellnerin nicht mit dem Restgeld wieder kam… haben auch wir noch 3$something zugezahlt. Generell liebe ich Standupcomedy (das ist das wo jemand auf der Bühne Steht und redet-ala Michael Mittermeier) Aber- das war zu teuer und zu kalt und von den 6 Comedians kam insgesamt nicht genug zum Ausgleich. EGAL immerhin hatte Julia so eine original NY-Nightlife Erfahrung. Wir waren so um halb 12 im Bett.


31.12- NEW YEAR
ich hatte frei also sind Julia und ich morgens schon in die City und haben eine Sightseeingtour mit einem „hop-on-hop-off bus” gemacht. generell jedem zu empfehlen der nicht viel Zeit hat. Man kann es verschieden buchen. Wir hatten die Sparversion, also nur Downtown ohne Tickets für Fairrys nach Liberty oder Ellisisland. Es war SOOOOOOO KALT. Ausgerechnet der kälteste Tag ever, wenn wir viel draußen machen wollten. Durch gefroren sind wir an der vorletzten Station „Rockefeller” off-gehopt und ins AllAmericanGirlHouse. Für alle die es nicht kennen, was der Großteil der Leser seien dürfte: „all american girl” ist eine Puppenmarke. Die haben mittlerweile viele verschiedene Modelle an Puppen und alles an Zubehör. Auf über 4 Etagen streckt sich ales erdinklich was kleine girly-girls sich erträumen können. Alles an Kleidung (natürlich auch Partnerlook für Puppe und Mensch), Einrichtungsgegenstände, ein Puppendocktor, ein Kafe mit Warteschlange und, was mich dann am meisten geschockt hat: einen Beautysalon für die Puppen. Ja da hatten die tatsächlich kleine Stühle für die und eine Frisörin bekommt 45$ für Waschen- eventuell Schneiden- Föhnen. Unglaublich- wenn es draußen nicht so kalt gewesen wäre und ein Eissturm durch die Straßen gefegt wäre und es im Laden nicht warm gewesen wäre…. ich glaub ich wäre schreiend raus gerannt. Julia hingegen hat sich wie im Paradies gefühlt.Wir hatten Hunger, also sind wir zu der besten Pizzeria der Stadt gefahren: dem legendary Johns Pizza an der Bleekersstreet. Damit war ein kleiner Teil vom GreenegVill oder WestVill auch abgehakt. Dann sind wir viel mit der Sub gefahren, da sich da leider einige spontane Zugänderungen ergeben hatten. Julia hat geschätzte 30 mal erklärt dass die Tube in London auch wesentlich einfacher zu verstehen sei. Öm ja- aber London ist ja auch ein Bisschen kleiner als NYC und immerhin fahren unsere Subtrains 24/7. Wir sind nach Brooklyn rüber. Ich habe ihr die Skyline gezeigt und dann sind wir in eines der Kaffees mit dem grünen Kreis gegangen, zum Aufwärmen. Der Verkäufer da war… leich depri weil erbis 11 arbeiten musste-tja. Nachdem geklärt war dass wir an diesem Abends so spontan keinen Tisch merh in irgend einer Kneipe bekommen, sind Julia und ich zum Timesquare. Es war kalt- falls ich es noch nicht erwänt haben sollte. Wir waren in „der Zone” und da Sophia auf sich warten ließ waren war dann eine Stunde später auch wieder aus „der Zone”. Aus folgendem Grund haben wir beschlossen New Year nicht am Timesquare zu verbringen: Da der Eisturm genau durch diese Straßen kam und wir nicht in die Menschenmassen konnten (so like a Pinguin) weil Sophia dann nicht mehr zu uns gekonnt hätte, haben Julia und ich das Jahr mit einer Entscheidung FÜRS LEBEN ausklingen lassen und sind 5 Blocks hoch zur nächsten Subwaystation gelaufen. Dann wieder nach Brooklyn. Dort haben wir uns bei Sophia aufgetaut und wir 3 sind auf 11.45 pünktlich an der Party in nem Park in Brooklyn angekommen. Feuerwerk, eine Flasche Prosecco und ne begabte Band haben den Rutsch dann trotz -17°C schön gemacht. Ich mein : hey- ich hab Sylvester in New York verbracht, egal was ich gemacht habt- ich war cooler 
Um halb 2 waren wir wieder im Bett (ich weiß früh aber wir waren auch am zittern).

new years eve

Julia @ JohnsPizza
1.1.2009
Uh- aufstehn, fertig machen… wieder in die City. Dieses Mal Downtown damit Julia noch einen Blick auf die Lady of Liberty werfen konnte. Da die Warteschlange für die Überfahrt zu lang war (laut Julia 2 mal um Manhattan- etwas übertrieben aber es waren mindesten 2 Stunden in der Kälte warten-also Nein Danke) Sind wir hoch zum Ground0 und ins Warenhaus daneben. Anschließend wieder runter und mit Sophia auf der StatenIslandFairry gefahren. Die ist kostenlos! man bekommt einen guten Blich auf Statur und Skyline und es war warm- also ich kann es nur empfehlen.
Dann war der Plan, Julia den Rest vom WestVillage und MeatPacking zu zeigen- es war aber immer noch zu kalt, also sind wir nur kurz in einen PoetryPub gegangen, in dem zu jeder Zeit gedichte und Kurzgeschichten gelesen und besprochen werden. Da war Julia nicht so begeistert von. Ich dagegen habe mich wie im Paradies gefühlt. Wir waren aber auch beide müde also sind wir nach Haus.

shot from StatenIsalndFairry
Das war das Programm. Bei besserem bzw. wäremeren Wetter hätten wir bestimmt noch ein wenig mehr geschafft. Den Centralpark haben wir zum Beispiel ausgespart und nur vom 30Rock aus gesehen. Ich bin dennoch zuversichtlich dass es für Julia gut ausgewogen zwischen NY-Tourist und NY-erleben gewesen ist.